Abfall als Energiequelle
Ob am Bau, in der Automobilproduktion oder im eigenen Heim – wo konsumiert und produziert wird, fallen Siedlungsabfälle an. Sie enthalten eine Vielzahl von Stoffen, die durch Recycling wieder nutzbar gemacht werden können. Glas, Kartonagen, Papier, Metalle oder Speisereste: intelligente Erfassungs- und Sammelsysteme sind mittlerweile perfektioniert worden. Aber Siedlungsabfälle enthalten auch Stoffe, die aufgrund ihrer Zusammensetzung, Verschmutzung oder anderer Eigenschaften nicht mehr für ein stoffliches Recycling geeignet sind. Sie müssen jedoch ebenso umweltunschädlich entsorgt werden, wie alle anderen
Abfälle auch. Ein Großteil dieser Stoffe ist organischen Ursprungs wie Holz, Papier, Kunststoff oder organische Verbundmaterialien. Sie sind somit brennbar und können in geeigneten Kraftwerken Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle ersetzen und helfen somit, die Reserven dieser wichtigen Rohstoffe zu schonen. Über 50% des nicht stofflich verwertbaren Siedlungsabfalls besteht zudem aus nachwachsenden Rohstoffen und ist somit den erneuerbaren Energien zuzurechnen.
Siedlungsabfälle verfügen über einen Heizwert zwischen 8.500 – 12.000 KJ/kg, was etwa der Hälfte des Heizwerts von Braunkohlebriketts entspricht. Da sie selbstgängig brennen, lassen sie sich in Spezialkraftwerken zur Strom- und Wärmegewinnung (KWK- Technik) einsetzen. Diese Kraftwerke basieren auf einem ähnlichen Prinzip, wie Biomassekraftwerke. Sie verfügen jedoch über eine leistungsfähigere Abgasreinigung und mit Spezialmaterialien ausgestattete Feuerräume. Damit lässt sich der Brennstoff Abfall effektiv nutzen, ohne der Umwelt zu schaden.

105.297 Tonnen Abfall: eine wertvolle Ressource!


Das Erfolgsrezept der Fernwärme.
Platzgewinn und keine störenden Öldämpfe, da Sie keinen Heizkessel zur Wärmeerzeugung und auch kein Brennstofflager
mit den dazugehörenden Sicherheitseinrichtungen benötigen. Kostenvorteile entstehen durch niedrigere Hausanschluss-
und Wartungskosten, ein geringeres Reparaturrisiko sowie einen reduzierten Versicherungsaufwand. Die Preissteigerung bei der Fernwärme ist erheblich geringer als beim Heizöl.
